Ayurveda Wissen im Alltag

Was ist Ayurveda eigentlich? 

Hier liest Du, was Ayurveda ist und warum Ayurveda sich auf unser Leben auswirkt

Bevor ich verstanden habe, was Ayurveda ist und welche Einflüsse sich dadurch auf mein Leben ergeben, stand ich echt oft auf dem Schlauch: Jeden Herbst wusste ich nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Im Sommer hatte ich „trotz“ Hitze dauernd Hunger und im Frühjahr überkam mich, wie so viele, eine ungeahnte Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Im Ayurveda habe ich eine verständliche Erklärung dafür gefunden.

In diesem Artikel erfahrt ihr: 

  • Was Ayurveda eigentlich ist, 
  • Was Dohas sind und welche es gibt, 
  • Welche Auswirkungen die Jahreszeiten auf uns haben können. 

Was ist Ayurveda eigentlich? 

Ayurveda ist vor allem eins: alt. Ungefähr 5.000 Jahre alt. Das ist also eine Menge Zeit, in der sich das Wissen rund um die „Wissenschaft des Lebens“ mehr und mehr anhäufen konnte.
Den Ursprung hat das ganzheitliche Gesundheitssystem in Indien. Und wie das bei Konzepten aus dem fernen Osten oft ist, geht es auch im Ayurveda um die Balance. Die Techniken und Gesundheitskonzepte aus dem Ayurveda sollen dazu beitragen, das Gleichgewicht in Deinem Körper und Geist zu erhalten bzw. wiederherzustellen, wenn es mal aus der Balance geraten ist. 

Womit wird im Ayurveda gearbeitet? 

Die Grundlagen von Ayurveda umfassen die Konzepte der Doshas (grob gesagt „Typen“), der drei grundlegenden energetischen Prinzipien, die Deinen Körper und Deine Persönlichkeit beeinflussen. Diese Doshas sind Vata, Pitta und Kapha. Die Doshas an sich bestehen aus einer Kombination der insgesamt fünf Elemente im Ayurveda. 

Vata im Ayurveda 

Das „windige“ Dosha besteht aus den Elemente Luft und Äther (also was gaaaaanz Feines) und seht damit für Bewegung, Kreativität und den Schwung im Leben. 

Pitta im Ayurveda 

Das „feurige“ Dosha besteht aus den Elementen Feuer und Wasser und steht damit für den Stoffwechsel. Es geht um Energie, Elan und eine gesunde Konstitution. 

Kapha im Ayurveda 

Das „erdige“ Dosha besteht aus den Elementen Erde und Wasser. Hier geht es um Ruhe, Struktur, Ausdauer und Stabilität auf allen Ebenen.

“Jeder Mensch hat eine einzigartige Mischung dieser Doshas, die als Deine Grundkonstitution (Prakriti) bezeichnet wird und die Deine physischen, emotionalen und geistigen Merkmale bestimmt. 

Zu dieser Grundkonstitution, die für jeden Menschen das perfekte individuelle Gleichgewicht im Leben darstellt, kommt eine mehr oder weniger tagesaktuelle Einordnung der Dosha-Verteilung. Denn es gibt tausende Gründe, warum etwas gerade nicht im Gleichgewicht sein kann. Diese Einordnung ist dann das Vikriti. Ein Grund für ein Ungleichgewicht kann zum Beispiel die Jahreszeit sein, denn auch im Jahresverlauf gibt es sozusagen die Prime-Time für jedes Dosha. 

Wie verändern sich die Doshas im Ayurveda im Verlauf des Jahres? 

Es ist interessant zu beachten, wie sich die Doshas im Jahresverlauf verhalten. Jede Jahreszeit ist einem bestimmten Dosha zugeordnet.
Herbst und Winter: Hier ist das Vata-Dosha besonders aktiv ist. Dies liegt daran, dass diese Jahreszeiten die Eigenschaften von Vata widerspiegeln, nämlich Kälte, Trockenheit und Bewegung. Im Ayurveda geht die Vata-Zeit von Mitte Oktober bis etwa Mitte Februar. 

Frühjahr bis Sommer: Ab Mitte Februar bis in den Juni übernimmt das Kapha-Dosha das Ruder. Das erkennen wir meistens an der wohlbekannten Frühjahrsmüdigkeit. 

Hochsommer bis früher Herbst: Im Sommer, wenn es so richtig heiß wird, wird es auch bei uns oft feurig und das Pitta-Dosha ist von Juni bis Ende September am aktivsten.

Du willst mehr zu den Doshas in den einzelnen Jahreszeiten erfahren?

Mehr zur Vata-Jahreszeit von Oktober bis Februar findest Du hier.
Mehr zur Kapha-Jahreszeit von Februar bis Juni findest Du hier.

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